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Glossar - Fachbegriffe um Wasser und Wasseranalyse schnell erklärt...

Torf ist Torf, oder?

Merkwürdige Ansichten über ein Naturprodukt

Die Ansicht, dass Torf „sauer“ ist, wird merkwürdigerweise auch in so genannten Fachkreisen vertreten. Dabei gibt es völlig unterschiedliche Substanzen bei den Torfsorten. Die eine Sorte kann qualitativ in aquaristischer Hinsicht völlig wertlos sein, die andere dagegen hochwirksam. Es gibt hervorragende Sorten, man darf nur nicht gerade die billigsten kaufen.
Es gehört ja fast schon zum Selbstverständnis, im Frühjahr einen Beutel mit Torf im Teich zu versenken - weil der ja helfen soll, wofür und wogegen, steht auf der Packung.
Das wäre weiter vermutlich nicht so schlimm, wenn es sich tatsächlich um aquaristisch brauchbaren Torf handelt; doch das ist selten genug der Fall. Immer öfter hat der Inhalt dieser Beutel denn auch mehr Ähnlichkeit mit Braunkohlebriketts und die sind nun einmal kaum tauglich für Wasser verbessernde Maßnahmen. Ganz im Gegenteil; die meisten als Schwarztorf gehandelten Torfe sind nur stark kohlensäurehaltig, dadurch erklärt sich zunächst die Senkung des pH-Wertes. Doch die ist von kurzer Dauer - mit jeder Wasserbewegung wird Kohlensäure ausgetrieben und der vorherige Zustand eines hohen pH-Wertes stellt sich in allerkürzester Zeit wieder ein.
Wie schon erwähnt, sind die meisten Torfe kaum sauer, unabhängig vom Herkunftsort und Torf von grobfaseriger filziger Moorstruktur ist schädlich, weil er für die Pflanzen wachstumshemmende Stoffe enthält. Daneben trüben ablösende Partikel aus dem äußerlich harten Torfkern das Teichwasser derart ein, dass so manches Kleingewässer danach aussieht, als sei ein schmutziger Fußabtreter darin ausgewaschen worden.

Warum überhaupt Torf im Teich?

Im Unterschied zu den untauglichen Torfsorten enthalten hochwirksame Torfe Wuchsstoffe und Hormone sowie Substanzen, die das Pflanzenwachstum, insbesondere die Wurzelbildung, fördern. Saurer Torf enthält ein Oxidations-Reduktionssystem und die enthaltenen Humussäuren puffern das Teichwasser gegen die alkalische Seite ab; besser als jeder noch so umworbene chemische Puffer in Wasseraufbereitern es je vermag.
Die mehr oder weniger braune Färbung des Wassers ist übrigens kein Indikaktor für „saure“ Torfsorten.
Um zu prüfen, ob ein Torf aquaristisch geeignet ist, weicht man über Nacht in einem Trink- oder Marmeladenglas einen Esslöffel Torf in destilliertem Wasser ein. Ein oder zwei Tage später entnimmt man dann 5 ml Wasser für die Bestimmung des pH-Wertes mittels Wassertest. Wichtig ist, dass der pH-Wert wenigstens unter 5 liegt und bei Belüftung nicht ansteigt. Steigt der pH-Wert an, enthält der Torf flüchtige organische Säuren (Kohlensäure) und ist untauglich.

Teich-Humin - ein hochwirksames Humusprodukt

Die in Teich-Humin aus dem Teichline-Programm von BellSell verwendeten Huminstoffe entsprechen mit ihrer spezifischen Oberfläche von 700 Quadratmetern pro Gramm und ihrer Kationen-Austauscherkapazität von 90-110 KAK in mval/100 g Granulat allen Voraussetzungen für die folgenden Einsatzbereiche im Teichwasser:

- Wasseransäuerung
- Wasserenthärtung
- Wasserentsalzung
- Wasserfilterung
- Algenverhütung

Die zusätzliche Beimischung von vorbehandeltem Stroh und Erlenrinde erhöht nicht nur die Wirkungsbreite gegen unerwünschten Algenwuchs allgemein sondern verringert wegen der Konzentratform auch das Volumen der Menge, die dem Teich zugesetzt werden soll. So reicht ein Jutesack mit 1000g Teich-Humin für 5000 Liter Teichwasser, sofern das Teichwasser überwiegend aus Regenwasser besteht.
Die im Teich-Humin enthaltene Komponenten Torf, Stroh und Erlenrinde hemmen unerwünschten Fadenalgenwuchs auf physikalische Weise:
Die relativ plötzliche Veränderung der Redoxspannung und die zusätzliche Filterung von Algen verursachendem Sonnenlicht bremst sie sozusagen aus.

Hinweis:
Je nach Wasserhärte genügt ein Verbleiben des Jutebeutels mit Teich-Humin von 4 Wochen bis maximal 4 Monate. Aus dem geöffneten Polybeutel werde pro 1000 Liter Teichwasser ca. 200g Teich-Humin entnommen und in einen Netzbeutel maximal bis zur Hälfte wegen des Quellverhaltens gefüllt, der dann verschlossen und im Teich versenkt wird.
Bei steigendem pH-Wert sollte das Huminkonzentrat ersetzt werden, da es dann erschöpft ist.
Bei Vorliegen eines pH-Wertes im "sauren" Bereich unter 6,5 ist ein Zusatz von Teich-Humin nicht mehr ratsam - bei "hartem" Wasser kann die mehrfache Menge erforderlich sein. (Wassertest!)