Teichkraft Gewässer-Leitfaden
von A - Z

Im Gewässer-Leitfaden werden in alphabetischer Reihenfolge häufig benutzte Bezeichnungen bei der Untersuchung und Bewertung von Wasser und ihre Bedeutung für Teichgewässer, insbesondere naturnahe Schwimmteiche, Koiteiche und Biotopteiche erklärt. Im Umgang mit Wasseruntersuchungen noch Ungeübte können so chemische und biologische Wasserparameter besser beurteilen und durch entsprechenden Querverweise und praxisbezogene Tipps schneller eingreifen, wenn Probleme zum Beispiel mit Algen, kranken Fischen oder schlechtem Pflanzenwuchs behoben werden müssen.

Grünes Wasser

wie z.B. Algenprobleme; Wassertests und Wasseranalyse, Wasseraufbereitung, Wasserpflege sowie Standorte und Lebensbedingungen von Wasserpflanzen.

 

Leitfaden von A-Z

Ratgeber für Koi- und Fischteiche, Biotop- und Schwimmteiche
Vorbemerkung:
Unterstellt man einmal, dass durch Niederschlag – also Regen – jedes in den Teich eingefüllte Wasser unabhängig davon, ob nun Brunnen- oder Leitungswasser verwendet wurde, schon deshalb natürlicherweise verändert wird, sollte schnell klar werden, dass dies (mit) die Ursache für bedeutende Veränderungen der einzelnen Wasserparameter ist, die dann zu den unterschiedlichsten Problemen bei Teichgewässern führen. Daher wird in der Regel neben der Erfassung der einzelnen Wasserwerte wie pH-Wert, Sauerstoffgehalt und Gesamtsalzgehalt auch der Gehalt an Nährstoffen, hier insbesondere des Phosphats, eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere der Karbonathärte (KH) als intelligentes Regulativ bei der Gesamtbeurteilung einer Wasserprobe wird ein hoher Stellenwert eingeräumt.

Unterstellt man weiter, dass in einem Teich Fische gehalten werden und diese Fische wachsen und sich vermehren – andererseits das Gewässer sich nicht weiter ausdehnen kann, wird schnell klar, dass es hier zwangsweise zu Gleichgewichtsverschiebungen und damit zu Problemen kommen muss, die früher oder später in der einen oder anderen Weise behoben werden müssen. Gemeint ist der Nährstoffkreislauf. Eine Gleichgewichtslage wäre nur dann gegeben, wenn die anfallenden Nährstoffprodukte (Phosphat, Ammonium, Nitrat, Harnstoff) in exakt der Menge von den Wasserpflanzen aufgenommen würden, wie sie nachgeliefert werden. Das ist bestenfalls in sehr großen Naturgewässern der Fall, im Gartenteich wird sie erst eintreten, wenn dieser dann nur noch eine sehr entfernte Ähnlichkeit mit der allgemeinen Vorstellung von einem Gartenteich aufweist; er wäre dann schlichtweg zugewachsen oder, und das beweist die Praxis, total veralgt. Auch naturnahe Schwimmteiche oder Biotopteiche ohne Fischbesatz machen da keine Ausnahme, wenn man nicht rechtzeitig gegensteuert. Rechtzeitig bedeutet, dass regelmäßig die relevanten Wasserwerte gemessen und dokumentiert und werden. Auf diese Weise werden Tendenzen erkannt und es kann gehandelt werden.

Teiche mit Fischen, insbesondere mit Koi besetzte Teiche weisen, wenn überhaupt, nur einen spärlichen Pflanzenwuchs auf und Algen, die sich an deren Stelle breit machen, werden mit den unterschiedlichsten Methoden bekämpft. Der Grund für fehlenden Pflanzenwuchs liegt einmal darin, dass Koi einen gesunden Appetit auf Wasserpflanzen entwickeln und andererseits die gewählte Bauweise des Teiches eine für Koi unerreichbare Pflanzzone in aller Regel nicht zulässt. Gleichwohl sind es nicht die fehlenden Wasserpflanzen, die in Koi-Teichen oft zu ernsthaften Gesundheitsproblemen der Fische führen, sondern das Vertrauen in eine monströse Filtertechnik mit dem Ziel von klarem Wasser und mit dem fraglichen Resultat eines häufig geradezu lebensfeindlichen sterilen Teiches.

Mit der steigenden Anzahl der Teichbesitzer nimmt auch die Häufigkeit der angeblichen und der tatsächlichen - aber meist selbst gemachten - Probleme immer weiter zu. Insbesondere sind es Algen- und Gesundheitsprobleme mit wertvollen Koi, die den neuen und alten Teichbesitzern zu schaffen machen. Es ist nicht nur das Missverhältnis zwischen der Wassermenge eines Teiches und der Menge und Größe der eingesetzten Fische, auch die Erfolg versprechenden Werbebotschaften der Filter- und Futtermittelindustrie erzeugen ein immer höheres Anspruchsdenken. Aber wer hat schon die Kenntnis eines Limnologen, Biologen und Chemikers, um das komplexe Ökosystem eines künstlichen Teichgewässers zu durchschauen und zu bewerten?

Die Notwendigkeit einer Wasseranalyse bei Problemen mit Algen, Trübungen, Fischkrankheiten oder mangelndem Pflanzenwuchs muss nicht diskutiert werden: niemand kann aus der Hand lesen und Ratschläge so genannter Fachautoren führen eher selten zum dauerhaften Erfolg. Eine Wasseranalyse, besser noch, eine Nährstoffanalyse ist aussagekräftig, hilft Probleme einzugrenzen, zu beheben – allerdings auch nur dann, wenn man sie richtig interpretiert; d.h. die gemessenen Werte deuten kann und daraus die richtigen Maßnahmen ableitet. Das ist einfacher als Sie glauben und weil Sie vermutlich kein ausgebildeter Biologe, Limnologe oder Ichthyologe sind, haben wir in unserem Leitfaden eine Menge von Fachbegriffen aus dem „chinesischen“ ins „deutsche“ übersetzt.

Problem erkannt - Problem gebannt

Wer die aktuellen Wasserwert seines Teichwassers kennt, ist oft keinen Schritt weiter. Erst bei mehrmaliger Gegenüberstellung von aktuell gemessenen Wasserwerten mit so genannten optimalen Durchschnittswerten werden Abweichungen und Tendenzen erkennbar. Aber hilft das wirklich weiter?
Eher nicht. Jedenfalls wird kaum jemand alles verstehen. Das ist auch nicht wichtig. Es zählt das Endresultat. Und das wird am Erfolg bei der Problembeseitigung gemessen.

Behandlungsvorschlag bei Problemen umsetzen!

Algen sind der Hauptrisikofaktor in Teichgewässern. Explosionsartige Vermehrung führt zur Schädigung der gesamten Biozönose (Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren) durch hohe pH-Werte infolge Kohlensäuremangels. Produkte aus der TeichkraftCollection sind ein intelligentes Regulativ wenn es um die Beseitigung und Verhinderung der dringlichsten Teichprobleme geht. Und die betreffen nun einmal überwiegend trübes Wasser und Fadenalgen.
Eine Wasseranalyse hilft, die häufigsten Probleme zu erkennen und sofort zu beheben. Aber eben nicht alle - und vor allem nicht langfristig. Wenn Sie es genau wissen wollen, kommt nur eine zusätzliche Nährstoffanalyse in Betracht. Gerade die Überfrachtung oder das Fehlen bestimmter Nährstoffe ist häufig für massive Teichprobleme verantwortlich. Sie müssen dafür nicht den relativ hohen Aufwand einer Laborausstattung in Kauf nehmen: wir helfen hier gern weiter. Und ganz wichtig: Sie bekommen nicht nur das nackte Ergebnis geliefert sondern auch Ratschläge und Tipps für eine mittel- oder langfristige Problembeseitigung, die durchaus eine Neuausrichtung der bisherigen Betriebsweise Ihres Teiches bedeuten können. Mit anderen Worten: Oft hilft nur eine klare Ansage.

Schlussendlich sollte an dieser Stelle klar gemacht werden, dass beim Umgang mit den unterschiedlichen Messergebnissen niemals ein Wert für sich allein eine Aussagekraft hat sondern immer in Abhängigkeit zu weiteren Wasserparametern und baulich-technischen Gegebenheiten gesehen werden muss. Insofern kann eine Wasser- und Nährstoffanalyse nur einen ersten – niemals einen letzten und endgültigen Schritt in Richtung Problembeseitigung bedeuten. Darum enthält
die nachfolgende stichwortartige Aufzählung verschiedener Begriffe, wie sie bei Wasseruntersuchungen und Bewertungen häufig angewendet werden, auch immer
Hinweise und Tipps im Zusammenhang mit Lösungsvorschlägen aus dem Produktprogramm unserer TeichkraftCollection. So können auch im praktischen Umgang mit Wasseruntersuchungen noch „Ungeübte“ durch Nachlesen im Leitfaden unter den entsprechenden Querverweisen zu besseren Beurteilungen kommen.

weiter zum Glossar...