rund ums Wasser

Seerosenzone

Die Seerosenzone bedeutet eine Wassertiefe von mindestens 70 bis 80 cm. Bei der Auswahl der Pflanzen muss deshalb darauf geachtet werden, ob sie ihrem natürlichen Bedürfnissen entsprechend diese Tiefe vorfinden. Desweiteren unterscheidet man zwischen Schwimm-blatt-pflanzen und Schwimmpflanzen. Schwimmblatt-pflanzen wurzeln direkt im Teichboden. Sie lassen ihre Blätter an langen Stielen an die Wasseroberfläche wachsen und beschatten so den Teich. Bekannte Vertreter dieser Art sind z.B. Seerosen.

Pflanzen für die Mittel- und Tiefwasserzone:

Ab einer Wassertiefe von 40 cm beginnt der Bereich der Seerosen- und Schwimmblatt-
pflanzen. Frei schwimmende Wasserpflanzen sowie Unterwasserpflanzen können hier in begrenztem Umfang ebenso eingesetzt werden. Im kleinen Teich genügt oft eine Seerose und ein bis zwei Arten von Unterwasserpflanzen.

 

Im Substrat verwurzelte...

Schwimmblattpflanzen Aponogeton distachyos – Wasserähre
Nuphar pumila – Kleine Teichrose
Trapa natans – Wassernuss, einjährig, Same überwintert im Schlamm

Nymphaea Arten/Sorten – Seerosen

Pflanztiefe 20-50 cm, Platzbedarf 0,5-1 m² Wasserfläche
Nymphaea tetragona – Zwergseerose, weiß, ab 10 cm
Nymphaea pygmaea in Sorten, ab 10 cm, frostempfindlich
Nymphaea-Hybriden:' Froebeli' und ' Laydeckeri Purpurata, rot
Pflanztiefe 40-80 cm, Platzbedarf 1-2 m² Wasserfläche
Nymphaea-Hybriden: 'James Brydon' und 'Escarboucle', rot;
'Rosennymphe', rosa; 'Sulphurea', gelb, wärmeliebend;
'Sioux', orange; 'Candidissima', weiß
Pflanztiefe 60-100 cm, Platzbedarf 2-3 m² Wasserfläche
Nymphaea-Hybriden: ' Marliacea Rosea’ , rosa ; ' Marliacea
Chromatella’, gelb, wärmeliebend; ' Marliacea Albida’ und
'Gladstoniana' , weiß; ' Attraction’, rot

Nicht verwurzelte Schwimmblatt-
pflanzen

Hydrocharis morsus-ranae – Froschbiss,
braucht Bodenschlamm zur Überwinterung
Stratiodes aloides – Krebsschere,
steigt zur Blüte auf, sonst untergetaucht
Unterwasserpflanzen
Ceratophyllum demersum – Hornkraut, wuchert
Myriophyllum verticillatum – Tausendblatt
Utricularia vulgaris – Wasserschlauch

Wasserpflanzen - richtig pflanzen

Bepflanzen Sie Ihren Teich eher sparsam. Vielleicht sieht er zuerst etwas unfertig aus, aber in der Regel ist ein Teich innerhalb kürzester Zeit zugewachsen.

Wasserpflanzen sind im Allgemeinen eher anspruchslos, was die Nährstoffversorgung anbelangt. Herabfallendes Laub, abgestorbene Pflanzenreste oder Eintrag vom Randbereich des Teiches liefern normalerweise genügend Nahrung.

 

Wasserpflanzen - für die Seerosenzone

Diese Wasserpflanzen wachsen überwiegend in der Seerosenzone von Teichen oder Biotopen. Angegeben ist jeweils der deutsche und der lateinische, botanische Name, der bevorzugte Standort, die Blütezeit und evtl. eine besondere Eigenart oder Besonderheit als Anmerkung. Gemeinsam ist diesen Wasserpflanzen, dass sie überwiegend gut mit nährstoffarmem Wasser zurecht kommen.

Froschbiß, Hydrocharis morsus-ranae

Seerosenzone, windgeschützt, Juni - August, Winterknospen, (Froschbissgewächse):
Der Froschbiß keimt im Mai aus den Überwinterungsknospen des Vorjahres. Er wächst sowohl in nährstoffarmen als auch in nährstoffreichen Gewässern an windgeschützten Standorten. Die Blätter verfärben sich an sonnigen Standorten gelbbraun und bleiben im Schatten grün. Bei gutem Wuchs dient der Froschbiß als Algenhemmer. Er kann allerdings gut abgefischt werden, sollte er Überhand nehmen. Zwischen Juni und August bildet er weiße Blüten aus. Obwohl er zu den freischwimmenden Wasserpflanzen zählt, kann er sich im Substrat verankern.

Froschlöffel, Alisma plantago-aquatica, (Froschlöffelgewächse)

nährstoffarm bis -reich, Seerosenzone, Juni - September
Die Froschlöffelgewächse bestehen ausschließlich aus Wasser- und Sumpfpflanzen, welche den Wegerichgewächsen äußerlich ähnlich sind. Der Gemeine Froschlöffel oder auch Wasserwegerich bevorzugt nährstoffreiches Substrat, jedoch wächst er auch in nährstoffarmen Böden, allerdings weniger wuchsfreudig und zarter. Der Blütenstand kann 100 cm erreichen und blüht in der Zeit von Juni – September. Um eine zu starke Ausbreitung zu vermeiden, sollten die Rispen nach dem Verblühen abgeschnitten werden. Die Pflanztiefe der knolligen Rhizome liegt bei etwa 5 – 25 cm. Der Name rührt von der löffelähnlichen Form der grundständigen Blätter, welche bis zu 20 cm lang werden.

Gras-Laichkraut, Potamogeton gramineus, (Laichkrautgewächse)

nährstoffarm, Seerosenzone, klares Wasser, sandiger/torfiger Grund Juni - August, ausdauernd, zeitweiliges Trockenfallen ertragend:
Alle Arten dieser Gattung sind im Wasser lebende Pflanzen, welche sich mit ihren Wurzeln am Boden verankern. Die Sprossen dieser Art können bis zu 120 cm lang werden. Die Unterwasserblätter erscheinen lanzettlich bzw. „grasförmig“, die Schwimmblätter eher oval. In bis zu 120 cm Wassertiefe gedeiht das Gras-Laichkraut in klarem Wasser auf sandigem Grund. Alle Arten der Laichkrautgewächse gehören zu den Wasserpflanzen. Sogenannte Nelkenblätter zwischen Blatt und Stängel sind das Charakteristikum dieser Pflanzengruppe.

Schwimmendes Laichkraut, Potamogeton natans

nährstoffarm bis nährstoffreich, Seerosenzone, sonnig, halbschattig, Schlammboden, Blüte: Juni - August, unscheinbar, ausdauernd und breitet sich gerne aus. (Laichkrautgewächse):
Die Gattung der Laich- oder Samtkrautgewächse besteht ausschließlich aus wurzelnden Wasserpflanzen. Der Gattungsname ist dem Griechischen entnommen und setzt sich aus den Begriffen „Fluss“ und „Nachbar“ zusammen. Der deutsche Name Laichkraut deutet auf die Schutzfunktion für den Fischnachwuchs (=Laich) hin. Das in Europa und Nordamerika heimische Schwimmende Laichkraut besitzt neben Unterwasserblättern auch reine Schwimmblätter. Der geeignete Standort ist sonnig bis halbschattig und mäßig nährstoffreich bis nährstoffarm. Es wächst in Wassertiefen von 20 bis zu 500 cm. Die unscheinbaren grünen Blüten erscheinen von Juni – August. Die Schwimmblätter beschatten den Teich und tragen vor allem im Hochsommer zu einer Abkühlung des Wassers bei. Auch das Schwimmende Laichkraut ist eine wuchernde Art. Neben der beschriebenen Art können auch andere Potamogeton-Arten eingesetzt werden, wie z. B. P. gramineus, P. filiformis, P. rutilus etc.

Seekanne, Nymphoides peltata, (Fieberkleegewächse)

Seerosenzone, sonnig, Blüte: Juli - September, gelb, ausdauernd und breitet sich gerne aus.
Nymphoides peltata ist eine von etwa 20 Arten dieser Gattung. Der lateinische Name deutet auf die Ähnlichkeit mit den Seerosen hin, mit denen sie allerdings nicht verwandt ist. Die an der Oberfläche schwimmenden Blätter entwickeln sich aus einem kriechenden Rhizom, welches bis zu 150 cm lang wird. An der Unterseite der Blätter sitzen sogenannte Hydropoten – Zellgruppen, welche die Nährsalze aus dem Wasser ziehen. Die im Juli blühenden Blüten leben meist nur einen Tag, jedoch kommen ständig neue Blüten nach. Natürlicherweise gedeiht sie im nährstoffreichen Milieu, jedoch reicht ihr auch das nährstoffarme Schwimmteichsubstrat.

(Afrikanische) Wasserähre, Aponogeton distachyos

Seerosenzone, sonnig, Blüte: Mai-Juni, (September), weiß, zweijährig, Vanilleduft, etwas frostempfindlich (Wasserährengewächse):
Die Wasserähre stammt aus Südafrika. Sie wächst 40 – 70 cm hoch und bevorzugt einen sonnigen Standort. die Blütezeit ist von Mai bis Juni und eventuell auch bis in den Winter. Eine Besonderheit sind die nach Vanille duftenden, y-förmigen Blüten. Um das Einfrieren der Knollen im Winter zu vermeiden, sollten die Knollen in mindestens 50 cm Wassertiefe gepflanzt werden. Da Seerosen von Aponogeton überwuchert werden können, sollten diese beiden Wasserpflanzen nicht zu dicht nebeneinander stehen.

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