rund ums Wasser

Regenwasser

Auch Regenwasser kann man verwenden, um Nützliches und Schönes miteinander zu verbinden. Von Dachrinnen fließendes Wasser kann man über dekorative Ketten oder einfache Fallrohre in einen angelegten Wassergraben mit Kiesbeet leiten. Der Miniwasserlauf kann mittels Teichfolie abgedichtet werden. In diesem Graben gedeihen ohne weiteres Sumpfgewächse, wie z.B. Binsen, Schwertlilien oder bei größeren Flächen auch schon mal Rohrkolben. Es schadet ihnen nicht sonderlich auch einmal trocken zu stehen, oder eine größere Menge an Regen zu verkraften - sie sind, einmal eingewurzelt, robust genug.

Diese Pflanzen "reinigen"* das Regenwasser und es kann gesammelt werden, um Pflanzen im Garten oder Gewächshaus im Sommer damit zu gießen.

Es muß übrigens nicht immer das Wasser vom Hausdach sein. Gartenschuppen, Gewächshäuser oder Kinderspielhäuser wären ebenfalls einen Versuch wert. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

 

 

 

 

 

 

Richtige Größe?

Die Größe eines Teiches ist eigentlich nur durch die Größe Ihres Grundstücks begrenzt. Es sei denn, Sie schließen sich mit ihren Nachbarn zusammen und planen gemeinsam einen Pool oder ein Biotop. Auf diese Weise kann man selbst bei eher kleinen Reihenhaussiedlungen zu schönen, geräumigen Gartenteichen oder Schwimmteichen gelangen.

Der richtige Platz

...hängt vom Zweck ihrer Wasser-Oase ab.

Kleine Wasserbottiche wirken sicherlich in der Nähe eines Sitzplatzes viel lauschiger. Außerdem ist im Sommer darauf zu achten, dass sich das Wasser nicht übermäßig erwärmt.

Ein Gartenteich, der möglichst viel Sonne in das Gewächshaus oder in den Wintergarten reflektieren soll, wird sicherlich nahe am Haus angelegt werden.

Die meisten Wasserpflanzen gedeihen gerne auf der Sonnenseite des Teiches. Manche vertragen jedoch auch zeitweiligen Schatten - bitte bei der Pflanzenwahl darauf achten.

 

Pflege?

Ohne Pflege geht es nicht... - der Teich verlandet, wenn man alle Pflanzen wachsen läßt. Es gibt zahlreiche Beispiele, wo Teiche ohne Pflege innerhalb von ein paar Jahren zu einem Sumpfloch geworden sind. Von artenreichen Biotopen ist zumeist keine Spur, da sich nur die kräftigsten - und die wuchsfreudigsten-, Art(en) durchgesetzt haben.

 

 

nach oben

Wasserpflanzen

Pflanzen am und im Teich

Wasserkugeln in einem naturnahen FeuchtbiotopWelche Wasser-Oase bevorzugen Sie?
Möchten Sie einen Miniteich im Holzzuber, einen Springbrunnen mit Vogeltränke, oder bevorzugen Sie vielleicht ein klassisches Wasserbecken für die Seerosensammlung? Oder lieber ein Feuchtbiotop für heimische Sumpf- und Wasserpflanzen, an dem sich innerhalb kürzester Zeit reges Leben einstellt? Insekten und Amphibien stellen sich in der Regel ganz von alleine ein und bieten Anlaß für interessante Beobachtungen.

Ein Schwimmteich kommt sicherlich mit wenigen Pflanzen im Randbereich aus bzw. kann je nach Geschmack auch ohne Bewuchs attraktiv wirken, an ein Feuchtbiotop stellt man dagegen andere Ansprüche. Fischteiche, wie Koibecken, wiederum plant man in Bezug auf Wasservegetation, wieder komplett anders.

Pflanzzonen im Wasser

Die verschiedenen Pflanzzonen im Gartenteich:

Stellen Sie sich einen natürlichen Teich vor, der sanft abfallend verläuft, so können wir etwa 5 Pflanzzonen unterteilen.

1. In der Mitte befindet sich die Seerosenzone mit mindestens 70 bis 80 cm Wassertiefe.

2. Zum Rand hin gelangen wir in die Flachwasserzone, auch Röhrichtzone genannt. Hier steht das Wasser immer zwischen 10 bis 40 cm hoch.

3. Dann müssen wir durch die Sumpfzone, in der das Wasser je nach Witterung und Jahreszeit, ca. 10 cm hoch steht, oder in Trockenperioden auch schon mal nur noch aus Schlamm besteht.

4. Danach erklimmen wir die Feuchtzone, wo zwar der Boden noch feucht ist, aber kein Wasser mehr steht.

5. Nun haben wir die Gartenzone erreicht: Der Boden hat keine unmittelbare Verbindung mehr zum Teich. Je nach Bodenbeschaffenheit ist es hier eher trocken.

*Klären Pflanzen das Wasser?

 

Frosch im Biotop mit gesundem TeichwasserWasserpflanzen können das Wasser nicht klären. Sie entziehen dem Wasser Nährstoffe. Die Klärung erfolgt auschließlich über spezielle Mikroorganismen. Diese zersetzen organisches Material bis in seine Bausteine und stellen es den Pflanzen somit als Nährstoffe wieder zur Verfügung.

Natürliche Vielfalt im Biotop...

Wollen wir ein natürliches Biotop anlegen, um möglichst vielen heimischen Tieren und Insekten einen Lebensraum zu bieten, dann brauchen wir in der Regel die verschiedensten Wasserzonen.
Ein Garten, der nur Rasen und im höchsten Fall noch ein paar Nadelbäume zu bieten hat, wird auch mit einem Teich keinen vernünftigen Lebensraum schaffen, der als Beobachtungsposten dienen kann.
Ein Biotop braucht karge und pflanzenreiche Uferzonen, die als Quartier im Winter dienen können. Aber Vorsicht: manche Pflanzen vermehren sich dermaßen stark, dass sie andere Arten ohne weiteres verdrängen können. Zu Ihnen gehört z.B. der Rohrkolben, Kalmus oder auch Binsen.
Aber ohne Pflege werden Sie keine lange Freude an einem Biotop haben. Dieser ist arbeitintensiv und wahrscheinlich nichts für wasserscheue Menschen...