In der Sumpfzone steht das Wasser je nach Witterung und Jahreszeit, ca. 10 cm hoch, im Falle seltener, deutscher Trockenperioden kann diese Zone auch nur noch aus Schlamm bestehen.
Merkwürdige Ansichten über ein Naturprodukt
für die Flachwasserzone werden hier vorgestellt
Lesen Sie hier etwas über die verschiedenen Wasserpflanzen im tiefen Gewässer...
Diese Wasserpflanzen wachsen überwiegend in der Sumpfzone von Teichen, Biotopen oder auch am Schwimmteichrand.
Angegeben ist jeweils der deutsche und der lateinische, botanische Name, der bevorzugte Standort, die Blütezeit und evtl. eine besondere Eigenart oder Besonderheit als Anmerkung. Gemeinsam ist diesen Wasserpflanzen, dass sie überwiegend gut mit nährstoffarmem Wasser zurecht kommen.
mäßig nährstoffreich, Sumpfzone, saurer pH, sonnig bis halbschattig, Blüte: Mai - Juni, ausdauernd
Diese bis zu 35 cm hohe Sumpfpflanze wächst halbuntergetaucht oder am Ufer. Setzt man ihn als Uferpflanze ein, ist er bestrebt, zum Wasser hin zu wachsen. Der Fieberklee bildet auch Schwingrasen aus, ist aber gut im Zaum zu halten. Trotz der Bezeichnung „Klee“ und den entsprechend aussehenden Blättern, ist der Fieberklee eher mit den Enziangewächsen verwandt. Der Name des Fieber- oder Bitterklees bezieht sich auf seine frühere Verwendung als Heilmittel. Heute findet er sich noch in Magen- und Lebertees.
nährstoffarm, Sumpfzone, sonnig bis halbschattig, Blüte: Juli - September, ausdauernd, wuchsfreudig
Mimulus ist die Verniedlichung des Wortes „Mimus“, welches im Lateinischen „Schauspieler, Gaukler“ bedeutet. Die Namenswahl ergab sich aus den unterschiedlichen Erscheinungsformen der rund 180 Arten, bezüglich der Blütenform, Zeichnung und Färbung. Die aufrechte, zweilappige Oberlippe, deren Seiten nach hinten gebogen sind und die abstehende, dreilappige Unterlippe mit zwei Höckern sind für alle Arten ein Erkennungsmerkmal. Die entsprechende Art sollte abhängig von den Standortgegebenheiten gewählt werden. In der Bachblütentherapie wird Mimulus gegen Angstzustände eingesetzt.
nährstoffarm, Sumpfzone, Sand-Lehm-Boden, Blüte: Juni - September, ausdauernd
Der Gattungsname stammt von Bartolomea Bartoloni-Baldelli, einem italienischem Adligen. Der Igelschlauch ist ein Verwandter des Froschlöffels und besitzt wie dieser drei Blütenblätter, welche sich von Juni bis September zeigen. Die Blätter werden bis zu 10 cm lang, der Blütenstand wird 20 – 60 cm hoch und ist vielblütig. Die Früchte sind sternförmig. Der Igelschlauch ist in der Lage, je nach Standort Unterwasser-, Schwimm- und Überwasserblätter hervorzubringen. Ein tieferes Einpflanzen schützt die Pflanze vor dem Erfrieren, verhindert aber ab ca. 40 cm Tiefe das Blühen. Sie bevorzugt nährstoffarmes Substrat.
nährstoffarm, Sumpfzone, mäßig saure, kalkarme Sand- oder Torfschlammböden, Blüte: Juli - September, ausdauernd
Das lateinische Wort „jungere“ bedeutet zusammenbinden und bezieht sich auf die Verwendung der Pflanzen. Die Blätter sind oft stängelähnlich, rundlich und rinnig. Ihr Vorkommen beschränkt sich auf feuchte und sumpfige Standorte. Die Knollen- oder Zwiebel-Binse gedeiht sowohl als Wasser- als auch als Uferpflanze. Als Wasserpflanze (bis zu 240 cm) bildet sie bis zu 200 cm lange Sprossen aus, als Uferpflanze wächst sie niedrig (10 – 20 cm) und rasenbildend.
nährstoffarm, Sumpfzone, anspruchslos, Blüte: Juli - Oktober, winterhart
Innerhalb dieser Gattung der Sauergrasgewächse tummeln sich über 600 Arten. Ihnen ist gemein, dass sie an ihren runden oder dreieckigen Stängeln grundständige Blätter ausbilden. Die Blüten erscheinen als Dolden oder Rispen. Dieses Sauergras entstammt dem südlichen Europa. Es wächst auf dauernassen und bis zu 50 cm Wassertiefe gelegenen, sonnenexponierten Standorten. Die Blütenstände erscheinen von Juli bis Oktober und werden über 100 cm hoch. Durch steiniges Substrat wird es an einer schnellen Ausbreitung gehindert. Das Zyperngras ist winterhart und anspruchslos und wird auch als Schnittgrün in Blumensträußen verwendet.
nährstoffarm, Sumpfzone, sonnig bis vollschattig, Blüte: Juli - August, anpassungsfähig
Ihre Namen erhält die aus Nordamerika stammende Morgensternsegge auf Grund der Samenstände, welche an diese mittelalterliche Waffe erinnern und zwischen Juni und August zu sehen sind. Die schmalen Blätter werden bis zu 70 cm lang. Bezüglich des Standortes ist dieses Riedgrasgewächs völlig anspruchslos. Sie gedeiht an sonnigen Plätzen ebenso wie an schattigen und auch das Bodenmilieu kann schwach alkalisch oder auch schwach sauer sein. Diese Seggenart bildet Horste und verdrängt konkurrenzschwächere Arten.
nährstoffarm bis nährstoffreich, Sumpfzone, sonnig bis halbschattig, Sand- und Schlammböden, Blüte: Juni - August, ausdauernd, Austrocknung schlecht ertragend.
Die Teichsimse gehört zu den hochwüchsigen Röhrichtpflanze (bis zu 300 cm). Sie ist rhizombildend und gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Die Blütenstände werden als „Spirren“ bezeichnet. Diese Art ist sehr wuchsfreudig und sollte besser in Kübeln gepflanzt werden.
mäßig nährstoffreich, Sumpfzone, Blüte: April-Mai September-Oktober, (Riedgrasgewächse/Sauergrasgewächse):
Diese kräftige heimische Segge vermag natürlicherweise über 100 cm zu wachsen. Im Gegensatz zu anderen Seggen-Arten gedeiht sie auch in tieferem Wasser (50 cm). Dabei erhöht sich ihre Basis jährlich, da der Wurzelfilz in die Höhe und Breite wächst. Carex elata blüht zwischen April und Mai, teils nochmals von September bis Oktober und bevorzugt eine sonnig bis halbschattigen Standort.
nährstoffarm, Sumpfzone, saurer Boden-pH, kalkarm, Blüte: Juni - August, ausdauernd, konkurrenzschwach
Der Gattungsname „Potentilla“ hat seinen Ursprung im Lateinischen und bedeutet kräftig, womit die Heilkräfte einiger Arten beschrieben werden sollen. Der deutsche Name „Fingerkraut“ beschreibt die Form der Blätter (gefiedert, gefingert). Das Sumpfblutauge wird bis zu 50 cm hoch und wächst an kalkfreien, nassen Standorten. Ans Ufer gepflanzt, wächst diese Pflanze in Richtung des Wassers und bildet einen Schwimmteppich. Abhängig von der Dauer der Sonneneinstrahlung verfärben sich die Blätter von grün zu rot. Die Blütezeit beginnt im Juni, wenn die roten, sternförmigen Blüten erscheinen.
Sumpfzone, sonnig bis halbschattig, Blüte: März - Mai:
Die Sumpfdotterblume ist eine sehr anpassungsfähige Pflanze. Abhängig von der Nährstoffmenge des Substrats wächst sie hoch oder flach. Maximal erreicht sie eine Wuchshöhe von ca. 50 cm. Die zur Blütezeit erscheinenden Knospen wurden früher als „falsche Kapern“ gegessen. Im Wasser gepflanzt benötigt sie Vollsonne, am Ufer angesiedelt ist ein halbschattiger Standort zu bevorzugen. Wer lieber weiße Blüten möchte, kann die „Alba“-Zuchtform einsetzen. Gefüllte Blüten besitzt Caltha palustris „Multiplex“.
mäßig nährstoffreich, Sumpfzone, pH unter 7, halbschattig, Blüte: Mai - Juni, ausdauernd, giftig:
Diese selten gewordene Sumpfpflanze wächst sowohl am Ufer als auch in der Sumpfzone stehender Gewässer und ist die einzige Art der Gattung Calla. Übersetzt bedeutet der Name „körperliche Schönheit“. Aus ihrem dicken, bis zu 100 cm langem Rhizom, welches in Richtung des Teiches wächst, entspringen die ca. 30 cm langen Blätter. Die Blüten locken Insekten und Schnecken durch einen Aasgeruch an. Die Beeren sind rot und für den Menschen giftig, ebenso wie die übrige Pflanze. Sie wächst halbuntergetaucht am Gewässerrand. Ihr Name Sumpf-Schlangenwurz entstand in dem Glauben, mit dieser Pflanze könnten giftige Schlangenbisse geheilt werden.
Sumpfzone, Sand-Torfboden, Blüte: Mai - Juni:
Die griechische Göttin des Regenbogens („Iris“) ist die Namenspatin dieser Pflanzengattung mit über 200 Arten. Ein Kennzeichen aller Arten sind die drei nach unten hängenden Blütenblätter („Hängeblätter“), die teils mit Bärten oder Kämmen bestückt sind. Die übrigen drei inneren „Domblätter“ sind eher aufrecht stehend.
Die Wasser-Schwertlilie gehört zu den bartlosen Arten. Dass sich der Kalmus im lateinischen Namen der Wasser-Schwertlilie wiederfindet ist auf die ähnliche Blattgestalt zurückzuführen. Zur Blütezeit (Mai – Juni) fällt die Unterscheidung leicht, durch die Ausbildung der prachtvollen gelben Blüten. Leider hält die Blüte nur wenige Tage. Ein sonniger Standort unterstützt die Färbung der Blüten, wobei sie am Ufer oder auch im Wasser stehen kann (bis ca. 30 cm). Mit einer Wuchshöhe von bis zu 150 cm zählt sie zu den hoch wachsenden Sumpfpflanzen. Früher wurden die gerbsäurehaltigen Rhizome der Schwertlilie zum Ledergerben verwendet.
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