rund ums Wasser

Der richtige Zeitpunkt...?

Alle Wasserpflanzen kann man vom Frühjahr bis in den Herbst hinein in den Gartenteich pflanzen. Natürlich ist das zeitige Frühjahr, nach den Eisheiligen im Mai, der beste Zeitpunkt.

Es droht kein Frost mehr und auch nicht winterfeste Arten dürfen nach draußen. Das Wasser hat sich schon ein wenig erwärmt und die Pflanzen können schnell anwachsen, genügend Wurzeln bilden, um den kommenden Winter zu überstehen.

 

Frühling...

Im Mai kann man auch gute kräftige Pflanzen teilen. Größere Teilstücke können zur Vermehrung benutzt werden. Sollten die Wurzeln faulen oder abgeknickt sein, schneidet man diese gut zurück. Eventuell müssen Schnittstellen gut glatt geschnitten und mit etwas Holzkohlenstaub gegen Fäule eingestäubt werden.

Qualität...

statt Quantität!

Nicht alles was schön grün daher kommt, ist seinen Preis wert. Wasserpflanzen unter Glas angetrieben und ohne Widerstandskraft können unter ungünstigen, rauen klimatischen Bedingungen schnell das zeitliche segnen.

Topfen Sie eine Pflanze aus, bei der der Wurzelballen Ihnen schon entgegen fällt oder andersrum, vor lauter brauner Wurzeln, die aus den Übertöpfen quellen, kein Topf mehr abgezogen werden kann... - dann sollten Sie vielleicht auf dieses Exemplar verzichten...

Wasserpflanzen - für die Flachwasserzone

Frosch am Teichrand auf bemoostem Stein beim SonnenbadDiese Wasserpflanzen wachsen überwiegend in der Flachwasserzone von Teichen, Biotopen oder auch am Schwimmteichrand.
Angegeben ist jeweils der deutsche und der lateinische, botanische Name, der bevorzugte Standort, die Blütezeit und evtl. eine besondere Eigenart oder Besonderheit als Anmerkung. Gemeinsam ist diesen Wasserpflanzen, dass sie überwiegend gut mit nährstoffarmem Wasser zurecht kommen.

Ästiger Igelkolben, Sparganium erectum

Flachwasserzone, sonnig bis halbschattig, Blüte: Juni - August, (Igelkolbengewächse):
Die Herkunft des Gattungsnamens ist nicht gesichert. Möglicherweise bezieht er sich auf die bandförmigen Blätter (griech. sparganon = Band). Die deutsche Bezeichnung beschreibt die igelähnlichen Früchte. Alle Arten leben in Sumpf- oder Wasserzonen und besitzen unterirdische Rhizome. Der Igelkolben ist eine Pflanze des Flachwasserbereichs. In 20 - 40 cm Wassertiefe fühlt sie sich wohl und kann über 150 cm in die Höhe wachsen. Ab Juni treten sie runden, stacheligen Fruchtstände in Erscheinung, anhand derer sich die Unterarten unterscheiden lassen. Die rispigen Blütenstände blühen von Juni bis August.

Froschkraut, Luronium natans, (Froschlöffelgewächse)

Flachwasserzone, klares Wasser, schlammiger Grund, Blüte: Mai - August, ausdauernd, konkurrenzschwach
Diese heimische Wasserpflanze bildet Unterwasser- und Schwimmblätter aus. Erstere sind eher bandförmig, letztere elliptisch. Das Froschkraut wächst flutend und ist in Wassertiefen bis zu 40 cm zu finden. Es fühlt sich in schwach bis mäßig saurem Boden wohl (sandig, schlammig). Zwischen Mai und August blüht diese Schwimmblattpflanze mit weißen Blüten, welche jeweils von drei Blütenblättern dargestellt werden. Durch Ausläufer bildet das Froschkraut nach und nach Tochterkolonien.

Gemeiner Wassernabel, Hydrocotyle vulgaris (Doldenblütler)

nährstoffarm, Flachwasserzone, kalkarmes Wasser, Blüte: Juni - August
Die Übersetzung des botanischen Namens aus dem Griechischen bedeutet „Wassernapf“ und bezieht sich auf die mittig vertieften, runden Blätter. Der Gemeine Wassernabel ist in Europa und Nordafrika beheimatet. Er gehört mit einer Wuchshöhe von 15 cm zu den niedrig wachsenden Pflanzen. Dringen die kriechenden Ausläufer bis in eine Wassertiefe von 40 cm vor, schwimmen die lang gestielten Blätter auf der Wasseroberfläche. Die rötlich-weißen Blüten erscheinen von Juni bis August.

Goldkeule, Orontium aquaticum, (Aronstabgewächse)

nährstoffreich, Flachwasserzone, saurer Boden-pH, Torferde, Blüte: April - Juni, ausdauernd.
Goldkeule, Goldkolben:
Die Verwandte des Kalmus und der Sumpfcalla ist im südöstlichen Amerika beheimatet. Der Name „Orontium“ ist von einem Fluß in Syrien („Orontes“) abgeleitet. Die Goldkeule ist die einzige Art dieser Gattung. Ihre grundständigen, lanzettlichen Blätter erreichen mitunter eine Länge von 30 cm. Am Ende der 40 cm langen Stängel sitzen die gelben Blütenkolben, welche zwischen April und Juni erscheinen. Die Goldkeule kann bis zu einer Tiefe von 50 cm eingesetzt werden. Je nach Pflanztiefe bildet die Goldkeule aufrecht stehende oder schwimmende Blätter aus. Durch Rhizombildung entstehen nach und nach weitere Individuen dieses Tiefwurzlers, welche nah beieinander stehen.

Hechtkraut, Pontederia cordata bzw. lanceolata

Flachwasserzone, sonnig, Blüte: Juni - September, blau, 50 bis 60 cm hoch, evtl. Schutz in kalten Winter empfohlen (Hechtkrautgewächse):
Giulio Pontedera, ein italienischer Botaniker aus dem 17./18. Jahrhundert, gibt der Gattung ihren Namen. Diese umfasst fünf mehrjährige Wasserpflanzen. Das Hechtkraut stammt aus Nordamerika und verschönt den Teich durch ihre tiefblauen Blüten. Auf nährstoffarmem Substrat entwickelt sie sich weniger üppig, allerdings ist sie gleichzeitig in ihrer Ausdehnung gezähmt. Sie wird natürlicherweise bis zu 75 cm hoch und knapp 50 cm breit. 25 cm Wassertiefe an einem sonnenexponierten Standort sind für diese Art optimal.

Kalmus, Acorus calamus (Aronstabgewächse)

Flachwasserzone, sonnig bis schattig, Blüte: Juni - Juli, ausdauernd und mit Ausdehnungsdrang, (Repositionspflanze, Heilpflanze)
Der Kalmus kam aus Indien als Heilpflanze zu uns. Er eignet sich für Magentees und angeblich zur Raucherentwöhnung, da eine Zigarette nach dem Kauen der aromatischen Kalmuswurzel Brechreiz verursacht. Blätter und Rhizome dienen auch zur Gewinnung von Aromastoffen für Parfume und Nahrungsmittel. Dem Blütenkolben beider Arten dieser Gattung fehlt die Blütenscheide (Spatha).
Diese Pflanze des Flachwasserbereichs vermehrt sich durch Rhizombildung, aus welchem über 100 cm hohe Blätter wachsen. Die Blütenkolben erreichen eine Länge von ca. 10 cm, doch bleiben sie wegen ihrer blaßgrünen Farbe unauffällig. Auf Grund seiner starken Vermehrung ist der Kalmus für größere Anlagen zu empfehlen. Andererseits hindert ihn das Schwimmteichsubstrat an einer schnellen Verbreitung. Als Variante bietet sich sonst noch die Variegata-Form an: eine standorttreue Verwandte, welche durch ihre gestreiften Blätter auffällt.

Nadelsimse, Eleocharis acicularis, (Sauergrasgewächse)

mäßig nährstoffreich, Flachwasserzone, schlammige Sand-, Kies-, Tonböden, Blüte: Juni - Oktober, robust:
Die Nadelsimse kann als Unterwasser- und als Uferpflanze eingesetzt werden und gedeiht bei nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen Verhältnissen. Unterwasser wächst sie als wintergrüner Bodendecker 10 – 20 cm hoch, an Land wird sie dagegen braun. Die Stängel werden bis zu 50 cm hoch. Die Blütezeit ist von Juni bis Oktober. Sie ist eher in größeren Anlagen einzusetzen.

Pfeilkraut, Sagittaria sagittifolia, (Froschlöffelgewächse)

Flachwasserzone, schwach sauer, Blüte: Juni - August:
Innerhalb der Gattung Sagittaria finden sich mehrjährige Wasserpflanzen mit jeweils drei Blütenblättern. Der Artenname bezieht sich auf die Form der Blätter. Zudem gehört das Pfeilkraut zu den sogenannten Kompasspflanzen, da die Blätter an sonnigen Standorten in Nord-Süd-Richtung wachsen. Tief genug im Wasser stehend, bildet es Schwimmblätter aus. Das Pfeilkraut erträgt Wasserschwankungen sehr gut und fühlt sich in einer Wassertiefe von 10 – 30 cm wohl. In nährstoffarmem Substrat gedeiht die Pflanze insgesamt kleiner und bildet unter Wasser riemenartige Blätter aus. Die nahrhaften Knollen wurden früher verzehrt.

Strandling, Littorella uniflora, (Wegerichgewächse)

nährstoffarme Flachwasserzone, schlammig humoser Sand- oder Kiesboden, schwach sauer, sonnig bis halbschattig, Blüte: Mai – Juni, August - September:
Wie der deutsche Name leitet sich auch der botanische vom Begriff litoreus = am Strande ab. Der Strandling ist eine der zwei Arten aus dieser Gattung. Er wird bis zu 12 cm hoch und besiedelt Teiche, Gräben und überschwemmte Ufer. Standortabhängig bildet der Strandling verschiedene Lebensformen aus (Land-, Wasser- und Flachwasserformen). Die Blüten sind klein und unscheinbar. Die Ausläuferbildung führt zu einer Rasenbildung.

Straußblütiger Gilbweiderich, Lysimachia thyrsiflora

nährstoffarme Flachwasserzone, Blüte: Mai – Juni/Juli, ausdauernd Straußblütiger Gilbweiderich (Primelgewächse): Die Vertreter der Gattung Lysimachia zeigen sehr unterschiedliche Wuchsformen. Der Straußblütige Gilbweiderich wächst 30 – 70 cm in die Höhe auf sauren und feuchten Böden und in einer Wassertiefe bis zu 20 cm. Während der Blütezeit von Mai bis Juli zeigen sich goldgelbe Blüten. Trotz der Ausläuferbildung stellt dieses Primelgewächs keine Bedrängung der umgebenden Pflanzen dar. Der Gilbweiderich wurde früher zum Färben genutzt: die Blüten für Gelb und die Wurzel für Braun.

Wasserschwaden, Glyceria maxima „variegata“, (Süßgräser)

Flachwasserzone, Blüte: Juli - August, weiß, gedeiht auch im Randbereich des Teiches.
„Glyceria“ ist von dem griechischen Wort für „süß“ abgeleitet, was sich auf den Geschmack der Samen einiger europäischer Arten bezieht. Ebenso wie die Bezeichnung „Mannagras“. Die Zuchtform „Variegata“ des Wasserschwadens besitzt gelb-grün gestreifte Blätter. Sie erreicht eine Wuchshöhe von ca. 70 cm und bevorzugt Pflanztiefen von bis zu 20 cm. Die Nährstoffarmut im Schwimmteich verhindert ein übermäßiges Wachstum. Der Wasserschwaden wurde früher als Futtergras verwendet.

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