Fachbegriffe...

verständlich erklärt finden Sie in unserem Glossar...

Wasseranalyse

für Garten- oder Fischteiche gibt es ausführlich und professionell...

Die 10 wichtigsten Wasserwerte

Klares Wasser im Teich bedarf der Wasseranalyse

1. Ammonium/Ammoniak

Ammonium und das für Fische giftige Ammoniak stehen zueinander in einem bestimmten Verhältnis, das durch den im Wasser vorliegenden pH-Wert bestimmt wird.

Bei Werten über pH 7 liegt in steigendem Maße Ammoniak vor, wie die abgebildete Tabelle verdeutlicht.

ph-Wert Ammoniak % Ammonium-Ion %
6
0
100
7
1
99
8
4
96
9
25
75
10
78
22

 

2. Carbonathärte

Carbonathärte (KH) und Säurebindungsvermögen (SBV) sind praktisch gleiche Begriffe und geben Auskunft über die mit dem Kalk eng verbundene Kohlensäure.
Bei starker Photosynthese kommt es zum Kohlensäureentzug und damit zur Störung des Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichts mit einem Anstieg des pH-Wertes und biogener Entkalkung mit Kalkkrusten auf den Blättern von Wasserpflanzen. In einem künstlichen Teich müssen daher ständig die Carbonatwerte überprüft werden (Wassertest).

3. Eisen

Manches Brunnenwasser enthält recht hohe Eisenkonzentrationen. Man erkennt das Eisen in stehenden Gewässern oft an ölähnlich glänzenden Lachen an der Oberfläche oder an der braunroten bis ockerfarbenen Verfärbung des Bodens. Bei höheren pH-Werten schreibt man Eisen(III)hydroxid bereits ab 0,9 mg/l eine tödliche Giftwirkung auf Fische zu.

4. Leitwert

Der Gesamtsalzgehalt aller im Wasser gelösten Salze, dargestellt durch die Karbonathärte, Sulfathärte, Natriumchlorid usw., wird in Mikro-Siemens mit dem Leitwertmesser ermittelt.
In salzarmen veralteten Gewässern stockt der Pflanzenwuchs und die Pflanzen erkranken an Chlorose, werden gelb und beginnen zu faulen.
Zu hohe Salzkonzentrationen werden andererseits von vielen Fisch- und Pflanzenarten nicht vertragen. Siehe Leitwertmessung - von der Wasseranalyse zur praktischen Konsequenz...

5. Nitrit

Fischgiftige Nitrite treten bei der bakteriellen Oxidation der Stickstoffverbindungen auf. Normalerweise sollte der Nitritgehalt nicht über 0,05 mg/l liegen. Höhere Gehalte, die Einwirkdauer und der Salzgehalt des Wassers sind mitbestimmend für den Grad der Giftigkeit. Wenn Fische längere Zeit höheren Nitritgehalten ausgesetzt sind, kommt es zu irreperablen Schädigungen der Kiemenlamellen.

6. Nitrat

Nitrate stellen das Endprodukt der bakteriellen Umwandlung dar und werden vom Plankton und Wasserpflanzen aufgenommen. Sie sind daher im Teichwasser zwar oft im Übermaß vorhanden, aber mit einem Wassertest kaum nachweisbar. Übermäßiges Algenwachstum lässt auch auf hohe Nitratmengen schließen. Im Trinkwasser sind Nitratkonzentrationen bis 50 mg/l zugelassen.

7. pH-Wert

Der pH-Wert gibt an, ob das Wasser sauer, alkalisch oder neutral ist. Der Wert wird bestimmt durch die Konzentration der Wasserstoffionen.
Bei pH 7 wird das Wasser als neutral bezeichnet.
Zu hohe oder zu niedrige pH-Werte sind für Fische tödlich. Die gemessene Zahl ist gleichwohl nur als Indikator und nicht als etwas Absolutes zu sehen.
So ist ein pH-Wert von 4, verursacht durch Salz- oder Schwefelsäure, tödlich für Fische. Der gleiche Wert, verursacht durch Huminsäure, stellt er keine Gefahr dar, es kann sogar von Vorteil sein.
Bei starkem Algenwuchs kann nach längerer Sonneneinwirkung der pH-Wert auf über 10 ansteigen. Dadurch steigt die Giftwirkung von Ammoniumverbindungen stark an. Ein ausreichender Gehalt an Hydrogencarbonat (KH-Plus) verhindert gefährliche pH-Sprünge.

8. Phosphat

Bereits ein geringer Gehalt an Phosphat führt zur Eutrophierung, zu erkennen an einer übermäßigen Algen- und Schlammbildung.
Während in der Fischwirtschaft die Teiche mit Phosphat gedüngt werden, verzichtet man darauf im Gartenteich, wegen möglicher Algenplagen.

9. Sauerstoff

Sauerstoffverknappung tritt im Gartenteich durch Massenvermehrung von Mikroorganismen auf. Bei sommerlichen Temperaturen ist der Sättigungswert ohnehin niedriger, andererseits haben Fische und Kleintiere einen höheren Sauerstoffbedarf.
Wasserpflanzen haben während der Nachtzeit keinen Sauerstoff produziert, sondern verbraucht. Ein schlammiger Teichboden ist praktisch sauerstofflos und chemisch-biologische Vorgänge laufen in umgekehrter Richtung ab:
Durch Reduktion bilden sich aus Nitrat die giftigen Ammonium-Verbindungen und sulfatreduzierende Bakterien erzeugen giftigen Schwefelwasserstoff.

Temp.
(°C)
Sättigungswert
(mg/l O2)
Temp.
(°C)
Sättigungswert
(mg/l O2)
0
14,2
10
10,9
1
13,8
11
10,7
2
13,4
12
10,4
3
13,1
13
10,2
4
12,7
14
10,0
5
12,4
15
9,8
6
12,1
16
9,6
7
11,8
17
9,4
8
11,5
18
9,2
9
11,2
19
9,0

 

Temp.
(°C)
Sättigungswert
(mg/l O2)
20
8,8
21
8,7
22
8,5
23
8,4
24
8,3
25
8,1
26
8,0
27
7,9
28
7,8
29
7,6
30
7,5

 

10. Gesamthärte

Bei Messungen mittels Tropftest werden Kalzium und Magnesium (Gehalt an Erdalkaliionen) als alleinige Härtebildner erfasst und entsprechend der zahlenmäßigen Angabe als "hart" oder "weich" bezeichnet.
Meistens ist die Karbonathärte kleiner als die Gesamthärte.
Teichwasser sollte eher "hart" sein (um 15 - 20 °dH), da dann stabilere Wasserverhältnisse vorliegen.

nach oben